Die Kupferdiebe open air streetart gallery


Es ist schon seltsam. Man denkt, mittlerweile kennt man die Stadt und dann wird man direkt wieder des Gegenteils belehrt.

Man fährt mit dem Rad durch die Straßen und die City pulsiert von links und rechts. Immer wieder anders, immer wieder berauschend.

Die letzte Nacht zum Sonntag war wieder eine dieser Nächte. Dieses Mal an einem etwas ungewöhnlichen Ort, einem ”Nichtort”, denn das Gängeviertel zwischen Schanze und Neustadt galt längst als vergessenes ehemaliges Arbeiterviertel.

Die Information lautete: Vernissage in der “Galerie Kupferdiebe” an der Caffamacherreie 43, unbedingt hingehen!

Ok? Wo zum Teufel ist die Caffamacherreihe? Und wer sind die Kupferdiebe?

Nach einer Trash Tour über den Hamburger DOM, von der übrigends noch ein paar Impressions folgen werden, gelangten wir zu einem versteckten Hinterhof. Hinter Büschen, Hecken und dunklen Ecken verbargen sich niedliche kleine Wesen, Wooden Cut-outs und Stencils. Der Innenhof war beleuchtet und Beat-unterlegt. Der Grill röstete die Krakauer, der Keeper hatte Becher für das PU (erfahrungsgemäß ist es aus Bechern aromatischer…).

Gesetzt auf der Schützenfestbank war man plötzlich umzingelt von Rebel-Art. Street Art wie sie leibt und lebt, von der Straße für die Straße in Form einer Outdoor Gallerie.

Über unsern Köpfen prangte ein riesiger großer Stencil-Tiger, mit Kralle über dem Fenster in dem der DJ furchtlos seine Beatz bastelte.

Im vorderen Teil des Künstlerhauses wurde vor kurzem ein weiterer Ausstellungsraum eröffnet. “Kunst Kiosk”. Gute Wahl der Name! Bedenkt man den Boom der Kiosk Kultur und Bürgersteig-Biere…

Wir befanden uns an einem Ort wo Quasikunst und Funk25 zum Tanz einladen und die Tatsache dass ”Graffiti früher mal anders war” auf charmante Weise neu definiert wird. 

Das “unbedingt hingehen!” war zurecht, gilt auch für Euch!

www.diekupferdiebe.de


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